bicycledate is 100% Free!

No subscription, no contract, no hidden costs.

Thomas Rieckhoff 42 articles
Share Report


Die Schlamm,Modder und Entengrützentour

So,wie war das noch ?.........................ach ja!   Wir hatten unsere Räder bei der alten Mühle an einen scheinbar noch älteren Zaun gestellt und knabberten genüsslich an dem Studentenfutter,das Lars mitgebracht hatte und beobachteten immer wieder Mountainbiker,die den Wald verließen oder in ihn einfuhren.  Das letztere machten wir dann wenig später auch.

Es ging ein wenig bergauf,als wir in den Wald kamen. Hier ,im Schatten der Bäume war es deutlich kühler. Also Jacke zu.Der Boden war nach der letzten Regenphase immer noch an vielen Stellen aufgeweicht als wir in den ersten Trail einfuhren. Schmatzend bahnten sich die Reifen unserer Räder durch den teilweise schlammigen Weg,der später so schmal wurde,so das wir hintereinander fahren mußten. Immer wieder die Stimme der Navigatorin,die uns ständig mitteilte,nach wieviel hundert Metern wir nach rechts oder links abbiegen sollten. Es ging querbeet rauf und runter,rechts oder links. Dann eine Bundesstraßenunterführung mit einer kniffligen Abfahrt und vielen größeren Steinen mitten auf dem Trail. Danach ging es wieder heftig bergauf. Und das auf einem ziemlich ausgewaschenen Pfad. Auf der hälfte der Steigung kam Lars ins pusten.Er konnte nicht mehr.Wir hielten kurz an und tauschten mal die Räder,um die jeweils anderen Übersetzungen zu probieren. Und siehe da ! Es ging weiter ! Lars schaffte es sogar ,mir bis zum Gipfel des Hügels zu folgen. Und das mit einer größeren Übersetzung ! Oder wars das höhere Gewicht von meiner"Black Beauty"? Aber geschaft ist geschaft ! Bravo !

Es ging auf Immer schlammiger werdenden Wirtschaftswegen weiter. Alsbald machten wir uns ein Vergnügen daraus ,diese Wege an den schlimmsten Stellen zu befahren und dabei immer tiefere mit Wasser gefüllte Schlammlöcher zu durchfahren. Wie echte Männer halt sind.Aber manche Trails,die die Navigatorin vorschlug,waren einfach nicht mehr befahrbar. Waldarbeitsmaschinen hatten die Wege regelrecht umgegraben .Die Hinterräder unserer Bikes drehten durch. Also war an einigen Stellen schieben angesagt. Dann wieder mit Gras bewachsene Waldwege ,die an einigen Stellen mächtige,mit Entengrütze belegte Pfützen aufwiesen. Lars und ich,wir schauten uns grinsend an.  Ja oder nicht ? Wie war das doch gleich mit den "richtigen" Männern ? Also auf und durch ! 

Die Laufräder bahnten sich ihren Weg durch das Entengemüse und das immer tiefer werdende Wasser/Schlammgemisch. Die Fahrräder verschwanden teilweise bis zur Hälfte mit uns im Morast. Andere Schlammlöcher folgten.Wir wurden immer mutiger. Es war ein richtiger Gaudi,sich einzusauen. Und als die letzte Pfütze durchquert war, waren unsere Bikes voller Schmodder und Grünzeug. Also der Umgebung angepasst ! Einfach herrlich ! 

Wir kamen später auf einen breiten Schotterweg,auf dem es,wie sollte es auch anders sein auch Autofahrer gab,die mit ihrem Gefährt zu Hause auch zum Bäcker um die Ecke fahren. Furchtbar,nirgends ist man vor ihnen sicher !

Später befuhren wir einen Weg ,der durch ein Waldstück mit niederem Bewuchs führte. Mir viel auf,das er an seinen Rändern und auf dem Mittelteil regelrecht umgegraben wurde. Ich fragte mich,wer,oder was das wohl war. ....Bis mir ein gedanke kam.....Wildschweine !....und dann hörten wir sie auch.....irgendwo vor uns......Wir beschlossen umzudrehen. Nee Nee.die sollte man lieber in Ruhe lassen !

Also fuhren wir einen anderen Weg,der uns an eine Straße brachte,die direkt aus dem Wald führte. Es wurde auch langsam dämmerig und somit Zeit,die Rückfahrt vorzunehmen.  Die ging dann auch recht zügig von statten . Uns wurde nämlich kalt.  Recht bald hatten wir auch Bergedorf wieder erreicht. Noch eine kleine Runde durch einen Park und wir waren in Lars seiner Hütte gelandet.

Hier wurde sich erst mal aufgewärmt und wir kamen endlich dazu ,das Verpflegungspacket zu verdrücken,das ich mitgebracht hatte.  Wir klönten noch eine Weile,dann wurde es auch für mich Zeit,den Heimweg anzutreten. Beim Abschied war es bereits dunkel und die Batterien der Stecklampen an Black Beauty waren auch nicht mehr die neuesten.

Ich fuhr also auf der Veloroute unter schlechten Sichtverhältnissen wieder zurück nach Hamburg und ins heimische Altona,wo ich schon freudig von meiner kleinen Katze Kitty erwartet wurde.  Ein sehr schöner Tag neigte sich dem Ende zu........

                                       ENDE.  

 

Comments

1 comment
  • Admini Valda likes this
  • Admini Valda
    Admini Valda Das ist ein sehr schöner Artikel :) Super beschrieben! Ich hab das Gefühl - ich war dabei... Habt Ihr wirklich die Wildschweine dort gesehen?
    November 1, 2015