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Thomas Rieckhoff 42 articles
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Die No Plan-Tour

Es war Sonntag der 4. Oktober 2015

ich hatte mir vorgenommen,zusammen mit dem ABC(Altonaer Bicycle Club) eine Fahrrad-Hafenrundfahrt zu unternehmen.

Also alles nötige in den Rucksack gepackt,gefrühstückt und los mit dem Halbrenner zum alten Elbtunnel. Mit 10Minütiger Verspätung schlug ich dort auf....und.....keiner war da...oder nicht mehr da.  Ich wartete noch einen Moment....und fuhr dann etwas enttäuscht wieder in Richtung Heimat.

Die zweite Tourmöglichkeit,die ich kurz zuvor auf Bicycledate entdeckt hatte,war mir auch durch die Lappen gegangen,da dieses Event schon früher starten sollte. Aber dort fehlte der genaue Treffpunkt.

Und da ich keine lust verspührte,jetzt schon wieder nach Hause zu fahren,besuchte ich meine Freunde Valda und Musty. Vielleicht würden die beiden ja etwas mit mir zusammen rollen. Leider hatte Valda mit den Folgen einer Erkältung zu kämpfen und wollte verständlicher Weise zu Hause bleiben. Aber Musty entschloß sich ,mitzufahren. 

Gesagt,getan. Wenig später standen wir mit unseren Rädern auf dem Hof....noch ein Selfie mit dem Handy...und "Auf und davon"!

Die "NO PLAN"-Tour hatte begonnen. Also runter zum Fähranleger Altona und rüber nach Finkenwerder. Wir wollten schnell raus aus der Stadt und einfach wieder ins alte Land und die Ruhe genießen.  Dort angelandet ging es erstmal durch Alt-Finkenwerder. Einfach herrlich ,diese alten Häuser,die wohl eine ganze Menge erzählen könnten. Wir stellten uns vor,wie es wohl im späten Mittelalter hier war...

Aber schon bald waren wir wieder in der Gegenwart,als wir die Dorfstraße durchfahren hatten. Ein Stück Straße...dann links durch eine Apfelplantage und wieder auf eine Dorfstraße direkt am Süderelbdeich. Musty erzählte,das er mit Valda schon mal dort war und das sie dort in einem Privatkaffee um die Ecke Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genossen hatten. Das schaute ich mir an,und siehe da,die Frau,die dieses in ihrem Vorgarten ermöglichte,reparierte dort gerade ihr Fahrrad. Wir hielten kurz für ein kleines Interfiew mit ihr und fuhren dann weiter die Dorfstraße entlang. Rechts schöne mit bunten Blumen verzierte alte und auch ein paar neuere Häuser und links der Blick auf die alte Süderelbe. Einfach toll !

Am ende der Straße landeten wir auf einem Feldweg und fuhren auf einer großen Wiese,vorbei an einer Pferdekoppel,einem Wäldchen,einem park  - ähnlichen Gelände am Ende des Süderelbarmes..Auch sehr idyllisch,wenn der Park nicht so grillplatz-verschmutzt wäre.Von hier aus konnte man schon die Hauptstraße rund um den Flugplatz Finkenwerder sehen,mit dem Radarturm,den Flugzeugen und den Gebäuden im Hintergrund. Da wollten wir aber nicht lang. Dort war es uns zu laut.

Deswegen befuhren wir später einen Deich entlang der Nicoper Straße und später einen neuen Radweg entlang der lauten Schnellstraße,bis wir an der Drehbrücke in

Hove landeten. Wir überquerten die Brücke und entdeckten einen schmalen Weg auf dem Deich in Richtung Cranz. Und den nahmen wir.....und bereuten es nicht. So etwas herrliches ,dort oben in aller Ruhe zwischen alten Bauernhäusern,Wiesen und Feldern und Hainen hindurchzufahren. Man konnte sich gar nicht satt sehen ! Apropro satt. Wir hatte einen ziemlichen Kaffeedurst und Kuchenhunger. Und als ob es so sein sollte ,entdeckten wir bald auf der linken Seite einen alten Hof,auf dem man ganz gemütlich und nach Herzenslust Kaffee und Kuchen zu sich nehmen konnte. 

Wir waren sowas von begeistert von diesem lebendigen Stück Geschichte die bis ins 15te Jahrhundert zurück geht. Einfach fantastisch ! Ebenso lecker war auch der frisch gebackene,noch warme Butterkuchen mit der Sahne obendrauf !.Man saß draußen an einem Gartentisch,inmitten dieser Idylle und dieser einzigartigen Atmosphäre.....

Aber irgendwann ging es dann weiter und wir erreichten Cranz. Von hier ging es dann weiter auf dem Deich in Richtung Finkenwerder.

Ach ja!,Und kurz vor Finkenwerder entdeckten wir auf einem öffentlichen Weg mehrere Wallnussbäume ! An denen sind wir nicht vorbeigekommen.Zwei von ihnen haben Musty in einer halsbrecherischen Aktion ,und ich als Sammler abgeerntet. Hat Spaß gemacht. Sah komisch aus,so wie Musty im Baum hing und kräftig die Äste schüttelte,während ich von den herabfallenden Wallnüssen bombardiert wurde.Alsbald hatten wir eine beachtliche Anzahl von Nüssen zusammen. Zum Glück hatte Musty einige Tüten mitgebracht,mit denen wir die Früchte zusammensammeln und verstauen konnten. 

Es fing langsam an zu dämmern und wir musten sehen,das wir zum Fähranleger Finkenwerder zurück kommen. Nach einen kurzen Zwischenstopp an einer Dönerbude erreichten wir diesen schließlich und ließen uns mit der Fähre wieder zum Fähranleger Altona übersetzen.  Ein herrlicher Tag,mit dem keiner von uns beiden mehr gerechnet hatte,neigte sich dem Ende zu.....    danke fürs Mitfahren Musty !

Comments

2 comments
  • Admini Valda
    Admini Valda Danke Thomas :) Das hast Du wieder sehr schön beschrieben :) Obwohl ich wusste die Geschichte zum größten teil, trotzdem hat sie mir sehr gut gefallen... Echt schade das ich nicht mit kommen konnte. Und ein extra Dank für die Fotos! Die sind so putzig :) ...  more
    October 7, 2015
  • Jens Kreiger
    Jens Kreiger Das nächstemal könnt Ihr ruhig durchrufen.
    October 10, 2015